| Gegenstand | Zweck der gemeinnützigen Unternehmensgesellschaft ist es, unterversorgte Gemeinschaften im globalen Süden mit der Vergabe von Mikrokrediten und der Weiterbildung in den Themengebieten Entrepreneurship und Unternehmer:innentum zu unterstützen. Die Mikrokredite sowie die Weiterbildungsmaßnahmen werden durch Spenden, insbesondere von privaten Unternehmen, ermöglicht. Durch den Aufbau einer globalen digitalen Plattform werden Spender:innen und unterversorgte Gemeinschaften miteinander verbunden. Die Spender können einen Wunsch äußern, wem die Gelder zugewendet werden. Eine Verpflichtung der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft zur Weiterleitung der Gelder gegenüber dem Spender oder dem Empfänger besteht nicht. Hierauf werden die Spender ebenfalls auf der Webseite der Bridging Gaps Microloans gemeinnützige UG (in Gründung) hingewiesen. Die Spender wenden die Gelder der Fördermittelkörperschaft zu. Diese wendet dem geförderten Rechtsträger aufgrund eigener Entscheidung und satzungsrechtlicher Verpflichtung Gelder aus dem eigenen Vermögen zu. In diesem Fall findet keine Entgegennahme zur Übermittlung eines Betrages im Auftrag eines Zahlers oder Zahlungsempfängers oder beider i.S.d. 8 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG statt. Unterversorgte Gemeinschaften im globalen Süden definiert Bridging Gaps Microloans als die Gemeinschaften, die nicht über genügend finanzielle Mittel verfügen, um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen. Dazu zählen etwa Zugang zu Trinkwasser, sanitären Anlagen, gesunder Ernährung und Bildung, aber auch Zugang zu finanziellen Mitteln und die Aufnahme von ökonomischen Tätigkeiten. Diese Gemeinschaften befinden sich territorial gesehen in Ländern oder Staaten, die gesellschaftlich, politisch und/oder wirtschaftlich benachteiligt sind. Bridging Gaps Microloans nutzt Spenden, um unterversorgte Gemeinschaften im globalen Süden mit der Vergabe von Mikrokrediten und der Weiterbildung in den Themengebieten Entrepreneurship und Unternehmer:innentum zu unterstützen. Mikrokredite sind kleinvolumige Kredite die an einkommensschwache Personen oder Unternehmen vergeben werden, die keine ausreichenden Sicherheiten vorweisen können, um Kredite von klassischen Finanzinstitutionen zu erhalten. Durch die Vergabe von Mikrokrediten und die Weiterbildung im Bereich Entrepreneurship und Unternehmer:innentum fördert Bridging Gaps Microloans die internationale Entwicklungszusammenarbeit sowie die Volks- und Berufsbildung. Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch folgende Maßnahmen: a. Entwicklung, Förderung und Durchführung von Bildungsmaßnahmen in den Bereichen Entrepreneurship und Mikrofinanzen: Bridging Gaps Microloans entwickelt Arbeitsmaterialien, die online zum Herunterladen zur Verfügung stehen. Gemeinnützige Organisationen, Freiwillige vor Ort oder Bridging Gaps Microloans Mitarbeitende können mit Hilfe dieser Arbeitsmaterialien Workshops mit interessierten Mitgliedern der Gemeinschaften durchführen. Die Arbeitsmaterialien enthalten Informationen zur Definition von Herausforderungen, die die Teilnehmenden in ihrer Gemeinschaft sehen, zur systemischen Analyse dieser Herausforderungen, zur Entwicklung von nachhaltigen Geschäftsideen die im Einklang mit den 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen stehen, sowie den Weg von einer Idee zu einem Geschäftsplan mit ausführlichem Finanzteil und einer Anleitung zur Bewerbung für einen Bridging Gaps Microloans Mikrokredit, um ihren Plan in die Tat umzusetzen. Der gesamte Prozess wird von Bridging Gaps Microloans begleitet. Dazu zählt die Beratung und Unterstützung der durchführenden Organisationen, die Unterstützung der Teilnehmenden während der Workshops und die Begleitung beim Aufbau der Projekte, die durch die Mikrokredite verwirklicht werden. b. Vergabe von speziellen "Bridging Gaps Mikrokrediten" an unterversorgte Gemeinschaften im globalen Süden: Bridging Gaps Microloans nimmt Spenden, insbesondere von Unternehmen, an. Einzelpersonen und Gruppen aus unterversorgten Gemeinschaften können sich für einen Mikrokredit bewerben. Jede Bewerbung unterliegt einer gründlichen Prüfung. Um für eine Bewerbung zugelassen zu werden, müssen die Bewerber:innen durch eine anerkannte lokale Organisation unterstützt werden sowie Teil einer selbst gebildeten Gruppe sein. Jedes Gruppenmitglied darf sich für einen Mikrokredit bewerben. Erhält ein Gruppenmitglied einen Mikrokredit, kann es das eingereichte Projekt umsetzen. Die Rückzahlung der Mikrokredite erfolgt nicht an Bridging Gaps Microloans, sondern an die Mitglieder der selbst gebildeten Gruppe, bleibt so langfristig in den unterversorgten Gemeinschaften und ermöglicht dort immer mehr Menschen die Umsetzung ihrer eigenen Projekte. Im Gegenzug verpflichten die Kreditnehmer:innen sich dazu, transparent über ihre Arbeit zu berichten. Dazu zählt eine Beschreibung davon, was mit dem Mikrokredit passiert, ein ausführlicher Bericht über ihr Projekt und auch eine transparente Berichterstattung von Erfolgen und Misserfolgen. Kann ein Mikrokredit nicht zurückgezahlt werden, gilt dieser als Bildungsspende. In diesem Fall bietet Bridging Gaps Microloans einen Folgeworkshop für die betroffenen Kreditnehmer:innen an. Alle Geschäftsmodelle werden von Bridging Gaps Microloans geprüft und alle Projekte werden bei der Umsetzung begleitet. c. Aufbau von Partnerschaften mit gemeinnützigen Organisationen, die einen direkten Kontakt zu den ausgewählten Gruppen haben und Bridging Gaps Microloans Entwicklungsmaßnahmen vor Ort unterstützen können: Bridging Gaps Microloans legt großen Wert auf unsere Umwelt, weshalb die Mitarbeiter:innen nur Geschäftsreisen antreten, wenn dies unbedingt nötig ist. Da der Bezug vor Ort unbedingt nötig ist, insbesondere, wenn es um die Vergabe von Mikrokrediten geht, arbeitet Bridging Gaps Microloans mit lokalen gemeinnützigen Organisationen zusammen. Bei Bedarf bietet Bridging Gaps Microloans digitale Trainings für die Mitarbeiter:innen dieser Organisationen an, damit diese bestmöglich mit den Mitgliedern der unterversorgten Gemeinschaften arbeiten können. Weiterhin ist es für Bridging Gaps Microloans von hoher Wichtigkeit, nur Mikrokredite an vertrauenswürdige Projekte zu vergeben. Daher sind Partnerschaften mit lokalen Organisationen ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit. d. Ausbildung von Individuen, die einen direkten Kontakt zu den ausgewählten Gruppen haben und Bridging Gaps Microloans Entwicklungsmaßnahmen vor Ort unterstützen können: Bridging Gaps Microloans bietet eine Ausbildung ("Train the trainer") für interessierte Individuen an, in dem diese lernen, wie sie mit Gruppen aus unterversorgten Gemeinschaften einen Workshop durchführen und ihren Prozess begleiten. Diese Ausbildung erfolgt auf freiwilliger Basis und wird auf Nachfrage von Bridging Gaps Microloans Mitarbeiter:innen durchgeführt. e. Aufbau eines Netzwerks von Unternehmen und Organisationen im Privatsektor: Neben der Möglichkeit zu spenden, können Unternehmen gemeinsam mit Bridging Gaps Microloans Mitarbeitenden Workshops für unterversorgte Gemeinschaften entwickeln und so ihren Mitarbeitenden den Kontakt zu ausgewählten Gemeinschaften sowie einen Wissenstransfer ermöglichen. Im Gegenzug erhalten die Unternehmen über die digitale Plattform einen transparenten Einblick in die Verwendung der Mittel und individuelle Geschichten der Gemeinschaften dazu, wie und wofür die Spende als Mikrokredit genutzt wird, ob und an wen sie weitergegeben wird und was daraufhin mit der Spende passiert. f. Aufbau einer digitalen globalen Plattform: Um den Privatsektor optimal mit den Mikrokreditnehmer:innen zu verbinden, stellt Bridging Gaps Microloans eine Plattform zur Verfügung, auf der alle Projekte eingesehen werden können. Diese digitale Plattform bietet Informationen für Unternehmen, für gemeinnützige Organisationen im globalen Süden und für Mikrokreditnehmer:innen bzw. -bewerber:innen. Weiterhin bietet sie die Möglichkeit, direkt für ein Projekt zu spenden und ein Kontaktformular für die Unternehmen, die sich darüber hinaus engagieren möchten. Die Plattform erzählt Geschichten aus den verschiedenen Projektländern und stellt transparent dar, wie Spendengelder genutzt werden. Für Unternehmen bietet die Plattform außerdem die Möglichkeit der Erstellung von "Micropages" (Unterseiten, die in die Website der Unternehmen eingebunden werden können) und die Wirkung der jeweiligen Spende darstellt. Den technischen Prozess unterstützt Bridging Gaps Microloans. Die Plattform bietet weiterhin Potenzial für zukünftige Maßnahmen aus dem sogenannten "Web3", z. B. die Integration der "Blockchain" Technologie, die es beispielsweise ermöglicht, ein virtuelles Bankkonto für eine Person zu eröffnen, die sonst keinen Zugang zum Finanzmarkt hätte. g. Unterstützung für Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Gruppen in unterversorgten Gemeinschaften: Bridging Gaps Microloans unterstützt Unternehmen bei der Auswahl passender Projekte, die am besten zu den jeweiligen Unternehmenszielen passen. Bridging Gaps Microloans unterstützt gemeinnützige Organisationen zum bereitgestellten Arbeitsmaterial, zu Entrepreneurship-Workshops und zur Arbeit mit unterversorgten Gemeinschaften. Bridging Gaps Microloans berät Gruppen von Mikrokreditnehmer:innen bzw. -bewerber:innen zu ihren Geschäftsmodellen, zum nachhaltigen Umgang mit Finanzen und zur transparenten Darstellung von Geschäftsvorgängen und persönlichen Geschichten (die mit den spendenden Unternehmen geteilt werden). h. Aufklärung, Weiterbildung und Information der Öffentlichkeit durch die Bereitstellung von individuellen (Projekt)-Geschichten und Informationen zu Entrepreneurship und die Verwendung von Mirkokrediten im globalen Süden über Webseite, Newsletter, soziale Medien und Veranstaltungen: Bridging Gaps Microloans denkt das Thema Mikrokredite neu BRIDGING GAPS und ermöglicht Menschen, die sonst keinen Zugang zu Finanzmärkten und unternehmerischen Möglichkeiten hätten, den Zugang zu Bildung und finanziellen Mitteln. Um dieses Konzept weiter zu verbreiten, stellt Bridging Gaps Microloans Informationen für die Öffentlichkeit bereit. Dies passiert zum einen über die sozialen Medien, die Webseite und den Newsletter und zum anderen über Veranstaltungen oder Besuche bei Bildungseinrichtungen, Unternehmen oder gemeinnützigen Organisationen. i. Die Gesellschaft führt im Rahmen ihrer Tätigkeit entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Form von Bildungsprogrammen, Veranstaltungen (z.B. Informationsstände auf Messen und Märkten; Workshops mit Schüler:Innen, Student:Innen oder anderen Gruppen; Vorträge) und Veröffentlichungen durch, die das Verständnis und die Unterstützung für entwicklungspolitische Ziele fördern. |